Vom Bilder aufhängen und mit den Augen zuhören…

Von Zeit zu Zeit schmücke ich meine 4 Wände mit meinen Fotografien. Tatsächlich soll es Kollegen geben, die das niemals tun würden. Für mich nicht nachvollziehbar denn ich mag ja meine Aufnahmen sehr. Mal ganz abgesehen davon, dass sie zur optischen Attraktivität meiner Räumlichkeiten beitragen rufen Sie in mir beim Betrachten doch immer wieder schöne Erinnerungen hervor. Bei fast allen Bildern kann ich mich noch an die Situation erinnern in der sie entstanden sind. Gerade meine Landschaftsbilder bringen mir immer wieder etwas von der Ruhe und Entspannung zurück die ich in dem Moment wahrgenommen habe als ich den Auslöser betätigte.

Es gibt in der heutigen Zeit die unterschiedlichsten Möglichkeiten eine Fotografie aufzuhängen. Von Acrylglas über Alu-Dibond, Fotoleinwänden bis hin zum klassischen Fotopapier. Ich persönlich favorisiere die klassische Fotoposter/Bilderrahmen-Kombination. Ein gut gewählter Rahmen mit einem schicken Passepartout wertet jede Fotografie auf und kann außerdem ein tolles Bindeglied zwischen Wohnungseinrichtung und dem Bildmotiv sein. _DSF2101

Bei der Wahl des richtigen Papiers wird man in der heutigen Zeit allerdings vor die Qual der Wahl gestellt. Ich würde nicht gerade behaupten, dass ich ein skeptischer Mensch wäre. Vermutlich sind es meine „ostwestfälischen Gene“, die mich neuen Dingen mit einer gewissen Nüchternheit entgegen treten lassen. 🙂 Lange Zeit habe ich mich gefragt welchen Sinn ein hochwertigeres Fotopapier macht wenn man das Bild anschließend hinter einer Glasscheibe in einem Bilderrahmen verschwinden lässt?_DSF2100

Die Antwort darauf liegt nun in Form von 2 Hahnemühle-FineArt-Prints vor mir auf dem Tisch und ich schäme mich nun doch meiner anfänglichen pragmatischen Zweifel die ich beim Klicken auf den Bestellbutton hatte. Noch NIE habe ich so einen hochwertigen und nahezu perfekten Print in den Händen gehalten.  Die Farben wirken satt und intensiv driften dabei aber nie ins poppige oder überpostete ab. Die Verläufe zwischen hellen und dunklen Bereichen sind einfach atemberaubend und verleihen dem Motiv eine enorme Tiefe. Bei nicht so hochwertigen Prints trennt sich hier schnell die Spreu vom Weizen und man sieht schnell Dinge, die man als Fotograf auf einem Druck nicht sehen möchte. Das ist hierbei allerdings nicht der Fall. Das Papier ist schwer und satt und vermittelt eine hohe Wertigkeit. Die Oberfläche ist leicht strukturiert, nimmt dem Bild aber keinerlei Details. Ich liebe diesen Moment wenn man das Bild, nachdem man es in den Rahmen eingepasst und auf das Passpartout kaschiert hat umdreht und es sich zum ersten Mal in einem Rahmen in seiner ganzen Schönheit präsentiert.

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Nun hängen diese wundervollen Prints an meinen Wänden und ich lasse sie ihre Geschichten erzählen. Als Betrachter höre ich dabei weniger mit den Ohren sondern mehr mit den Augen zu. Kein HD-Monitor, kein Alu-Dibond und erst Recht keine Fotoleinwand kommt für mich an die Wirkung heran, die eine eingerahmte Fotografie an der Wand erzeugen kann. So erfreue ich mich nun Tag für Tag an meinem eigenen kleinem Museum… 🙂

 

Eine kleine Auswahl meiner Bilder können Sie übrigens in meinem Shop käuflich erwerben. Natürlich in der gleichen Qualität wie sie in meinen eigenen 4 Wänden zu finden sind. 😉 Dort ist auch das oben zu sehende Motiv zu finden. Vielleicht schauen sie mal vorbei. 🙂

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