Das SIGMA 50mm/1,4 DG HSM ART – Ein neuer Liebling in der Kameratasche?

_DSF3491 Seitdem SIGMA ein Update für sein in die Jahre gekommenes 50mm-Objektiv angekündigt hat, bekommt sich die Fotografenwelt kaum noch ein. Schließlich hat der japanische Hersteller bereits mit seinem neuen 35mm-Objektiv für ordentlich Furore gesorgt. Auch diese neue „Standard-Brennweite“ erhielt bereits gewaltige Vorschusslorbeeren. Erste Labortestberichte überschlugen sich bereits mit Lobeshymnen. Sogar ein Vergleich zum sagenumwobenen Otus von Zeiss wurde herangezogen. Nun gehöre ich zu den glücklichen Erstbeziehern und freue mich sehr, dass es rechtzeitig zur Hochzeitssaison bei mir eingetroffen ist. Für mich war seit der Ankündigung klar, dass ich mir dieses Objektiv ungesehen zulegen werde. Ich LIEBE einfach die 50mm-Brennweiten und die Bildschnitte, die ich damit kreieren kann. Kein anderes Objektiv setze ich häufiger bei Portraits oder Hochzeiten ein. SIGMA hat seit der Ankündigung der Art-Serie ordentlich Gas gegeben. Das mussten sie auch. Bereits mit dem Vorgängermodell versuchte man als Drittanbieter eine echte Alternative zu den Markenherstellern wie Canon & Nikon zu werden. Wenn man Berichten und Foreneinträge im Netz zum Vorgänger liest, muss es sich damals allerdings um einen Super-GAU gehandelt haben. Viele Käufer beklagten sich über extreme Front- oder Backfocusprobleme. Kameras wurden samt Objektiv eingeschickt um es auf das jeweilige Model einzustellen. Und wie das so mit Internetgerüchten ist: Wenn erst einmal eine Sau durchs Dorf getrieben wird, dann springen natürlich viele andere gleich mit auf. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein anderer Hersteller jemals so viel Nackenschläge für ein Objektiv bekommen hat wie SIGMA für sein altes 50mm-Objektiv.

Nun kann man über SIGMA’s Vergangenheit als Objektivhersteller sagen was man will. In den letzten Jahren haben sie definitiv Ihre Hausaufgaben gemacht und mit der ART-Serie einige Objektive auf den Markt geworfen die wirklich erstklassig sind. Für mich war SIGMA schon früher eine echte Alternative zu den zum Teil sehr teuren Canon-Objektiven. Das neue Glas schlägt mit knapp 1000€ zu Buche und liegt damit ca. 400€ unter dem veraltetem Canon-Pendant aus der L-Serie.  Wie bei SIGMA üblich erfolgt die Lieferung inkl. Gegenlichtblende sowie einer stabilen Transporttasche.

Hier ein paar optische Eindrücke von dem guten neuen Stück:

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Ein kleines, glänzendes Label mit einem verheißungsvollen Buchstaben. Die „Art“-Reihe von Sigma ist um ein 50mm-Objektiv erweitert worden.

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„Made in Japan“.

SIGMA ist stolz auf seine Tradition und seine Herkunft. Unterhalb sieht man den neuen Autofokusschalter, der nun wesentlich flacher als beim Vorgänger ist.

Was als erstes auffällt ist das enorme Gewicht im Gegensatz zu seinem Vorgänger. Man kann sich also gleich nach dem Auspacken sicher sein, dass es sich nicht nur um ein einfaches Gehäuseupdate handelt sondern, dass das komplette Objektiv einen neuen Linsenaufbau erhalten hat. Ebenfalls verändert hat sich die Baulänge, die jetzt fast doppelt so lang ist wie beim Vorgänger. Das SIGMA sich von seinem komischen Gehäusefinish verabschiedet kann ich nur begrüßen. Diese alte, samtig-rauhe Oberfläche sah gleich nach er ersten Nutzung abgegriffen aus und hat mir nie zugesagt. Nun hält man aber ein edles Metallobjektiv mit einer hochwertigen mattschwarzen Oberfläche in der Hand. Auch der goldene Ring ist verschwunden. Am Ende gleitet die Gegenlichtblende sanft und elegant in die dafür vorgesehene Bajonetthaltterung. Selbige hat mich bei früheren Modellen auch immer etwas genervt. Nach nur wenigen Auf- und Abschrauben war das Bajonett verkratzt und das Objektiv sah arg mitgenommen aus. Überhaupt sind es auf den ersten Blick viele Kleinigkeiten, die der Hersteller verbessert hat. Der Schalter für den Autofokus ist etwas flacher geraten, lässt sich aber trotzdem leicht „finden“ und bedienen. Ich trage meine Kamera oft an einem Blackrapid-Kameragurt was früher dazu führte, dass der herausstehende Schalter beim Tragen oft unfreiwillig auf MF gestellt wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nun nicht mehr so häufig passieren wird. 🙂

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Imposante Erscheinung. SIGMA hat sein 50mm-Objektiv komplett neu designt welches zu einer völlig neuen und größeren Bauform führt.

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Tatsächlich nur 50mm….?? Die neue Bauform ist gewöhnungsbedürftig und selbst an einer Canon 5D MarkIII sehr wuchtig.

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Edles Finish und feinste Verarbeitungsqualität auf den ersten Blick. Das neue SIGMA 50mm / 1,4 DG HSM -ART-

An meiner Canon 5D MarkIII ist das Objektiv optisch gesehen ein gewaltiger Klotz. Bei meinen ersten Testaufnahmen stellte sich die enorme Größe allerdings als enormer Vorteil heraus. Die Kamera liegt für mich perfekt ausbalanciert in der Hand. Das Gewicht welches Kamera & Objektiv auf die Waage bringen verschwindet regelrecht in meinen Händen. Ein tolles Gefühl! Ein weitere Verbesserung stellt man gleich beim manuellen Fokussieren fest. Der Ring lässt sich butterweich bedienen. Man ist in der Lage den Fokuspunkt extreeem genau zu setzen, sofern man sich nicht auf den Autofokus seiner Kamera verlassen möchte.

In den nächsten Tagen werde ich mich intensiv mit diesem guten Stück beschäftigen und Euch dann einige Ergebnisse aus unterschiedlichen Shootings präsentieren. Auch das Thema Fokussierung werde ich ansprechen. 😉

Natürlich werde ich auch darüber schreiben, wie sich das Objektiv zum Vorgängermodell verhält, wo es zusätzlich punktet und ob es aus meiner Sicht seinen Preis wert ist.


Überlegt ihr vielleicht gerade Euch ein solches Objektiv zuzulegen?

Habt ihr irgendwelche Fragen zu dem guten Stück? Zum Beispiel zur Abbildungsleistung oder Schärfe in bestimmten Situationen?

Ich wäre durchaus bereit das ein oder andere bei meinen „Tests“ mit einfließen zu lassen, sofern es für mich umsetzbar ist. 😉

Schreibt einfach Eure Frage oder Eure Anregung als Kommentar unter diesen Blogeintrag!


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